Heizen mit Wärmepumpe

Unsere Leistungen

Entscheidungshilfen für den Einsatz einer Wärmepumpe

Je niedriger die erforderliche Vorlauftemperatur ist, um so besser wird die Jahresarbeitszahl der Anlage. Es sollte möglichst eine Flächenheizung mit einer maximalen Vorlauftemperatur von 35 ºC angestrebt werden.

Betriebsweisen

monovalent (nur WP) Die monovalente Wärmepumpenanlage deckt den Wärmebedarf des Gebäudes allein. Selbst bei tiefsten Außentemperaturen liefert die Wärmepumpe ausreichend Wärmeenergie. Da das Temperaturniveau von Erdreich und Grundwasser nur in sehr geringem Maße von der Außentemperatur beeinflusst wird, sind beide Wärmequellen ideal für monovalenten Betrieb geeignet.

monoenergetisch (WP u. elektrische Widerstandsheizung) Sie funktioniert ähnlich wie die bivalente Anlage. Der zusätzliche Wärmeerzeuger ist jedoch kein öl- oder Gaskessel, sondern eine Elektroheizung, meist in Form eines kostengünstigen Elektroheiz- stabes im Pufferspeicher. Nur an wenigen sehr kalten Tagen im Jahr übernimmt die elektrische Zusatzheizung die Deckung des Wärmebedarfs. Die Regelung der Wärmepumpe stellt sicher, dass die Zusatzheizung nicht länger in Betrieb ist als unbedingt erforderlich.

bivalent (WP u. Brennstoffkessel) Neben der Wärmepumpe gibt es einen zweiten Wärmeerzeuger, der bei tieferen Außentemperaturen die Beheizung des Gebäudes unterstützt. Bei bivalent-parallelem Betrieb sind die Wärmepumpe und der zweite Wärmeerzeuger ab einer bestimmten Außentemperatur (z. B. 3 ºC) gemeinsam in Betrieb. Diese Betriebsweise wird üblicherweise gewählt, insbesondere bei monoenergetischen Luft/Wasser-Wärmepumpenanlagen. Bivalent-teilparalleler Betrieb bedeutet, dass ab einer bestimmten Außentemperatur lastabhängig Wärmepumpe und zweiter Wärmeerzeuger gemeinsam in Betrieb sind. Fällt die Außentemperatur weiter ab, ist nur noch der zusätzliche Wärmeerzeuger in Betrieb.

Genehmigungen

Bei Planung, Bau und Betrieb von erdgekoppelten Wärmepumpen sind in Deutschland die Bestimmungen des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) und die wasserrechtlichen Regelungen bzw. die Wassergesetze der Länder zu beachten. Bohrungen zum Einbau von Erdwärmesonden sind grundsätzlich anzeigepflichtig. Zu beachten ist dabei, dass in Deutschland mit der Erstellung der Sonde erst begonnen werden kann, wenn die zuständige Behörde ausdrücklich zustimmt. Werden Erdwärmesonden eingesetzt, kann je nach Bundesland und Bodenbeschaffenheit ein Genehmigungsverfahren erforderlich werden. Werden keine tiefer liegenden Grundwasserstockwerke angebohrt, wird die Genehmigung in der Regel erteilt. Im anderen Fall sind zusätzliche, von den hydrogeologischen Gegebenheiten abhängige Maßnahmen, z. B. Abdichtung durch geeignete Verfüllung, auszuführen, um den Schutz des Grundwassers sicherzustellen. In Gebieten, die für den Schutz von Wassergewinnung der öffentlichen Wasserversorgung oder privater Betreiber von Bedeutung sind, hängt die Zulässigkeit der Errichtung von Erdwärmesonden von den Umständen des Einzelfalles ab. Außer in Wasserschutzgebieten sind Erdwärmesonden überall möglich. Dienen Erdwärmekollektoren als Wärmequellenanlage, genügt in der Regel eine Anzeige bei der zuständigen Behörde.

Wärmequelle Luft  - (Luft / Wasser - Wärmepumpe)

Luft/Wasser-Wärmepumpenanlagen werden in der Regel monoenergetisch oder bivalent betrieben. Der Grund : Bei tiefen Außentemperaturen fällt die Heizleistung der Wärmepumpe ab, während gleichzeitig der Wärmebedarf sein Maximum erreicht. Würde die Anlage monovalent betrieben werden, so wären sehr große und damit sehr teure Anlagen notwendig. Für den größeren Teil der Laufzeit wäre die Wärme- pumpe stark überdimensioniert. Die Wärmepumpe kann in der Regel bis mindestens -18 ºC noch zur Heizung beitragen (Wärmepumpe wärmt vor, Heizstab wärmt nach). Bei der Heizsystemsanierung im Altbau ist eventuell ein bivalenter Betrieb vorteilhaft, wenn die alte Kesselanlage weiter genutzt werden kann. Heutige Regler für Wärme- pumpen stellen sicher, dass die Zusatzheizung nur dann in Betrieb ist, wenn es auch wirklich notwendig ist.Grundlage für die Festlegung der Gerätegröße sind der nach DIN 4701 errechnete Wärmebedarf und die erforderliche Vorlauftemperatur für  das Heizsystem.

Wärmequelle Wasser - (Wasser / Wasser - Wärmepumpe ; Sole / Wasser - Wärmepumpe)

Wasser/Wasser-Wärmepumpen nutzen den Wärmeinhalt von Grundwasser, bestimmten Oberflächengewässern oder von Kühlwasser. Die Gerätetechnik ist einfach und bewährt. Als Betriebswasser für Kühleinrichtungen und Wärmepumpen darf grundsätzlich nur ober- flächennahes Grundwasser benutzt werden. Ist genügend Grundwasser vorhanden, so kann die Anlage monovalent betrieben werden. Zur Sicherheit sollte man die Ergiebigkeit und die chemische Zusammensetzung des Wassers bestimmen lassen.